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Meine Erfahrungen im Oneness Prozess im März
2005
Am Ende vom meinem Oneness Prozess in Golden
City / Indien, haben mich meine "Dasaji-Mönche" gebeten, meine
persönlichen Erfahrungen während des Retreat aufzuschreiben. Dieser soll,
zusammen mit Erfahrungsberichten von anderen Teilnehmern, später in
einem Buch veröffendlicht werden.
Hier teile ich mit Euch meine Erfahrungen:
Mein Name ist Rabiya Saito-Gobbers; Ich bin
peruanisch-japanisch mit deutscher Nationalität. Zurzeit lebe ich in
Deutschland zusammen mit meinem Mann, Dr. Rolf Gobbers. Wir leben im
Süden, nahe den Alpen, die Gegend wird Bayern genannt. Es gibt viele
Wälder, Berge und Seen. Mutter Natur ist großzügig und wir sind
dafür dankbar.
Ich bin Soziologin und ich arbeite als spirituelle
Beraterin in Europa und Südamerika, indem ich Einzelsitzungen gebe und
Gruppen leite.
Als ich achtzehn Jahre alt war, begann ich meine
spirituelle Suche. Sieben Jahre lang war ich bei einer Yogagruppe in
Lima, Peru und dann traf ich Osho in Poona, Indien. Durch ihn konnte ich
viele Aspekte der menschlichen Natur verstehen lernen. Ich lernte
verschiedene alternative Therapien wie Ericksonsche Hypnose, Chakra- und
Energielesen, Massage, Cranio-Sakral-Therapie, Kinesiologie und
verschiedene Arten der Meditation.
Ungefähr zwanzig Jahre lang war ich sehr
beschäftigt mit Osho`s Gruppe, aber in den letzten Jahren fühlte ich,
dass es nicht mehr passt. Das hat nichts mit Osho zu tun, sondern mit
der Organisation, die übernahm, als Osho seinen Körper verlassen hatte.
Trotzdem setzte ich meine Suche nach meinem
Wahren Selbst fort: Manchmal hörte ich von dem, was sie im Westen „Erwachte“
nennen, Westler, die Satsang geben. Aber ich fühlte mich nie von einem
von ihnen angezogen.
Einmal erzählte mir eine Freundin von einer
deutschen Frau, die in Indien lebte, die einen sehr interessanten
Prozess anbot, um sich selbst zu erkennen. Ich ging zu ihr und durch
ihre Satsangs konnte ich mein Wahres Selbst erkennen.
Danach hatte ich das Gefühl, das ich gefunden
hatte, was ich suchte; meine Suche war vorbei. Ich teilte mit Leuten,
was mit mir passiert war. Und je mehr ich teilte, umso mehr fühlte ich
die Notwendigkeit, es zu leben. Es ist nicht genug, darüber
zu sprechen. Die Menschen müssen es schmecken, es erfahren, es in ihren
Knochen fühlen!
Ich entwickelte einige Selbsterfahrungstechniken,
aber schien mir, dass noch etwas gebraucht wurde. Ich fühlte mich ein
wenig frustriert mit der Tatsache, dass ich den Leuten nicht wirklich
helfen konnte.
Meine Mission in diesem Leben ist es, Menschen zu
helfen, ihren Weg nach Hause zu gehen, zurück zu ihrer Quelle.
Sie zu befreien von dieser illusionären Welt, frei vom Mind, frei von
Leiden... aber ich wusste nicht, was ich noch tun könnte.
Im November 2004. erzählte mir eine Freundin, dass
plötzlich die Seite von Bhagavan und Amma auftauchte als sie im Internet
nach medizinischen Kräutern suchte. Ihr Interesse war geweckt, und da
sie wusste, dass ich in Indien gewesen war, fragte sie mich, ob ich
schon mal etwas von ihnen gehört hätte.
Sie gab mir die Webseite und ich schaute sie mir
an, und vom ersten Moment an fühlte ich einen enormen Respekt und
Bewunderung für das, was ich da las.
Es war schwer zu glauben, dass jemand
dich einfach so erleuchtet machen kann, als ob er dir einen neuen
Haarschnitt verpasst!
Speziell für das westliche, „spirituelle
Ego“ ist diese Tatsache schwer zu begreifen. Wir wollen etwas sehr
schwieriges erreichen, das macht uns sehr speziell, „niemand kann das,
nur ich hab’s geschafft“ oder, “Ich bin auf dem Weg dahin.“ Nichts kann
von der Wahrheit weiter weg sein! Sogar Buddha wurde erst erleuchtet,
als er die Suche aufgab.
Und
nicht nur das, sie würden dich unterrichten und dir die Kraft geben,
Diksha zu geben, oder Transfer von Göttlicher Gnade. So dass du Leuten
ein direktes Erlebnis geben kannst! So wie die Flamme einer Kerze eine
andere Kerze anzünden kann. Der Einheitszustand kann nun mit Hilfe der
spirituellen Kraft übertragen werden.
Sie versichern, dass unser Nervensystem
und unser Gehirn geschaffen wurden, um stets grenzenlose Liebe und
Freude zu erfahren (den Einheitszustand).
Als ich das gelesen hatte, fühlte ich mehr und
mehr den starken Drang, nach Chennai zu reisen, zur Golden City und an
ihrem 21 - Tage Oneness Prozess teilzunehmen!
Und das, ohne irgendjemand zu kennen, der das auch
tat, oder mit hätte Referenzen geben können. Weißt du, es gibt
unglücklicherweise so viele Scharlatane auf der Welt. Ich fühlte in
meinem Herzen, dass diese Leute vollständig pur und unschuldig sind. Und
obwohl ich nicht die geringste Information von irgendeinem
Außenstehenden hatte, beschloss ich, zu fahren, und diese Erfahrung zu
machen. Dies war, wonach ich gesucht hatte!
Ich war dem Leben sehr dankbar; das ist der
Name, den ich dem Göttlichen Bewusstsein gebe, oder Gott,
oder welche Namen auch immer du ihm geben willst, um diese Information
auf meine Weise zu sagen.
Mein Prozess begann, sobald ich auf dem Flughafen
von Chennai ankam. Mein Gepäck kam nicht an, und sie sagten, ich müsse
ein - zwei Tage darauf warten, (ich fürchte, indische Zeit). Ich hatte
nur die Kleidung, die ich trug, und keine einzige Zahnbürste oder Seife
dabei! Ich konnte sehen, wie diese Neuigkeit einen Aufruhr in mir
erzeugte, und mir zeigte, dass ich nicht so friedfertig bin, wie ich
dachte. Willkommen, Rabiya, das war die Botschaft, die ich bekam.
Es waren 103 Teilnehmer von verschiedenen Teilen
des Planeten da, eine sehr nette Gruppe, sehr lebendig, eine „New Age“
Gruppe, wie Bhagavan uns nannte.
An den ersten Tagen sollten wir mit uns selbst
arbeiten, annehmen, was ist. Wir müssen da beginnen, wo wir sind, und
das bedeutet, herauszufinden, was in uns los ist. Sie sagten, wenn du
irgendwohin gehen willst, musst du erst wissen, wo du stehst. Und nur
dann, wenn du weißt, wo du bist, bist du ein der Lage, dein Ziel zu
erreichen.
Zum Beispiel, wenn du nach Chennai, Golden City
gehen willst, musst du wissen, wo du bist, um ein Ticket von deiner
Stadt nach Chennai kaufen zu können. Wenn du nicht weißt, wo du bist,
kannst du nie dort ankommen! Mit anderen Worten, wenn du erleuchtet
werden willst, musst du erst erkennen, wo du stehst, ehrlich sein mit
dir selbst. Sie nennen diesen Teil des Prozesses „Self Realization“.
Ich schaute mich an, und fühlte, da gibt es nichts
zu sehen. Ich war entspannt und ich hatte schon so viele Jahre mit
verschiedenen Arten von Therapie an mir gearbeitet, da ist wirklich
nichts mehr übrig, anzuschauen.
Wir sollten innerlich Amma und Bhagavan nach Hilfe
fragen um unsere schlechten Erfahrungen, oder Traumata oder Ängste
herauszufinden. Ich dachte, da ist nichts Verstecktes in mir. Ich fühlte,
hörte oder sah nichts. Aber nach einigen Momenten hörte ich plötzlich
eine weit entferne Stimme sagen: „wir werden es dir in einem Traum
zeigen“.
Und tatsächlich hatte ich in dieser Nacht einen
Traum. Ich träumte, ich war auf einer Art Party mit meinem Mann und er
erzählte mir, dass er ein wunderschönes Mädchen gefunden hatte und zu
ihr gehen wolle. Ich sah sie an, und sie war diejenige, in die sich mein
Exfreund, aus meinen jüngeren Zeiten, verliebt hatte, weshalb unsere
Beziehung zu Ende gegangen war! Ich war in völligem Schock und Schmerz!
Als ich aufwachte, war ich ganz zittrig. Sehr alte Gefühle von
Unsicherheit, Ablehnung, Wertlosigkeit kamen hoch, Gefühle, die ich
vergessen hatte, aber die offensichtlich immer noch da waren.
Ich dankte Amma und Bhagavan für ihre Art, mir das
zu zeigen. Sie wussten genau, dass ich einen sehr skeptischen,
analytischen Mind habe. Und gaben mir die Information in einem Traum, wo
ich keine Kontrolle habe und keine andere Möglichkeit bleibt, als zu
akzeptieren und der Arbeit die sie mit mir tun, zu glauben.
Ich verbrachte die nächsten drei Tage völlig
beschäftigt mit meinen alten Gefühlen und indem ich all die alten Muster
von Unsicherheit und Angst vor Zurückweisung beobachtete und heilte. Am
fünften Tag unseres Prozesses hatten wir unser erstes Homa- oder
Feuer-Ritual. Wir sollten die Hilfe von Ganesh anrufen (ein
traditioneller indischer Gott, Beseitiger von Hindernissen, Barrieren
und Schwierigkeiten), um unsere Hindernisse zu beseitigen und uns darauf
vorzubereiten, unseren Prozess auf eine gute Weise fortsetzen zu können.
Es war ein sehr kraftvolles, wunderschönes Ritual.
An einer Stelle sagte der Dasaji, wir könnten nun unsere spirituellen
Führer einladen zu kommen, und uns zu begleiten und sie nach
Unterstützung in unserem Prozess bitten.
Da ich keine Personifizierung von Gott oder einen
spirituellen Führer habe, fragte ich mich, was wohl passieren würde,
wenn ich meine Führer bitte zu kommen. Plötzlich sah ich die Mutter von
Christus herabsegeln in der Form der Jungfrau von Guadalupe. Ich war so
überrascht! Ich murmelte etwas wie „was tust du denn hier? Und sie
sagte, „du hast mich gerufen, und ich bin deine Führung seit dem ersten
Moment deiner Geburt. Deine Mutter betete zu mir und bat mich, nach dir
zu schauen. Sie betet immer noch für dich, und das Gebet einer Mutter
ist heilig“.
Tränen rollten an meinen Wangen herunter; Ich
entschuldige mich, dass ich so viele Jahre ihre Sorge um mich nicht
gewürdigt hatte. Ich fühlte mich ihr so nah!
Ich muss zugeben, als ich meine spirituelle Suche
begann, verleugnete ich alle Heiligen und Jungfrauen. Ich fühlte, sie
waren nur die Kreation einiger Prediger aber nicht wirklicher Mystiker.
Langsam begann ich zu akzeptieren, dass das göttliche sich in
jeder Form und in jedem Körper manifestiert, egal zu welcher Religion
sie gehören.
Die Jungfrau von Guadalupe ist eine dieser
göttlichen Manifestationen, wie es auch Jesus, Buddha oder Bhagavan und
Amma sind.
Einige Tage später erfuhren wir, dass wir eine
sogenannte Phala Diksha bekommen würden. Dies ist eine spezielle Diksha,
in der du Amma und Bhagavan bitten kannst, dir deine Wünsche zu
erfüllen. Er sagte uns: „seid nicht schüchtern, fragt nach dem, was
immer ihr haben wollt, auch materielle Dinge, ich mag
Herausforderungen!“
Wie alle in der Gruppe machte auch ich meine
Liste. Wir bekamen den Nachmittag frei, damit wir Zeit haben, um unsere
Liste zu schreiben. Am späten Nachmittag sagten sie uns, dass es eine
Änderung gibt, und Phala Diksha erst in zwei Tagen stattfinden würde.
In diesen zwei Tagen begann mein Mind
auszuflippen. Was, wenn sie nicht kommen, um sich meine Liste anzuhören?
Ich sprach mit meiner Dasaji und sie sagte, mach dir keine Sorgen, sie
werden kommen! Aber ich hatte immer noch Angst, dass sie nicht zu mir
kommen würden. Sie sagte, für alle Fälle kannst du noch mal mit deinen
Eltern sprechen, sie um Vergebung bitten und auch ihnen vergeben. Dann
wird es kein Problem sein, sie werden auf jeden Fall kommen! Sie war
genau so sicher, wie ich skeptisch war.
Dann kam der letzte Abend, und ich rief als erstes
meine Eltern an, und tat, was die Dasaji mir gesagt hatte, für alle
Fälle. Als wir die Anweisung erhielten, jetzt Amma und Bhagavan
anzurufen und sie zu uns zu bitten, damit sie unsere Wünsche anhören,
fragte und betete ich und nichts passierte. Langsam begann ich etwas zu
sehen, dass aussah als wären sie weit weg, aber ich war nicht sicher, es
hätte auch meine Einbildung sein können.
Also, als er sagte: “ wenn du dir nicht sicher
bist, ob alles deine Einbildung ist, dann frage nach einem Beweis“, da
sagte ich:“ Bhagavan, wenn du wirklich da bist, hebe bitte eine meiner
Hände. Ich saß da, mit den Händen auf meinen Knien, wartete und wartete,
und nichts passierte.
Ich wusste nicht, was ich tun sollte; ich wusste
nicht, wieviel Zeit wir haben würden, um unsere Liste zu verlesen. Was,
wenn die Zeit schon vorbei wäre? Also sagte ich zu mir selbst, ok, dann
lese jetzt einfach diese Liste vor, du hast nichts zu verlieren! Also
begann ich, meine Wünsche aufzuzählen und es sah aus, als ob Bhagavan
seinen Kopf bewegt als ein Signal des Einverständnisses, einmal sage er:
„ das müssen wir erst auschecken“.
Danach legte ich mich hin und entspannte mich.
Plötzlich ging mein linker Arm hoch! Ich begriff nicht richtig, was
wirklich passierte, deshalb blieb ich ganz ruhig, und dann ging mein
anderer Arm hoch! Mit mehr Kraft, und dann erinnerte ich mich, wonach
ich Bhagavan gefragt hatte. Sofort „arrangierte“ ich mich und dankte ihm
und fragte, ob ich meine Liste noch mal vorlesen solle. Er winkte mit
seiner Hand zum Zeichen, dass es nicht nötig sei.
Ich war völlig von den Socken, er hatte mir
tatsächlich geantwortet!
Wahrscheinlich hatte ich es vorher nicht fühlen
können, weil ich so angespannt gewesen war, und als ich entspannte,
passierte es, noch einmal bewiesen sie mir ihre Kraft und Sorge für
mich! Ich war so dankbar!
Als ich Bhagavan und Amma`s Foto zum ersten Mal
sah, in der Meditationshalle, wunderte ich mich, wieso sie so unwirsch
guckten. Sie schauten wirklich auf mich herab, mit Verurteilung in ihren
Augen. Ich dachte sogar, was für ein schlechter Fotograf das gewesen
sein musste, der so ein Foto aufnahm! Jedenfalls später erkannte ich,
dass das meine Projektionen waren. Nach der Phala Diksha dachte ich,
jetzt wird es besser, aber sie schauten mich immer noch mit diesem
harten Blick an.
Ich fühlte die Notwendigkeit, herauszufinden, von
wo diese Verurteilung kommt. Wie kommt es, dass ich mich so fühle? Ich
ging in die Meditationshalle und begann noch einmal, durch mein ganzes
Leben zu gehen. Meinen Eltern alles zu sagen, was mir einfiel, nur um es
zu bereinigen. Aber ich konnte es nicht finden.
In völliger Verzweiflung bat ich Bhagavan und Amma
mir zu helfen, die Wurzel meines Problems zu finden. Plötzlich sah ich
den Moment meiner Geburt. Ich kam einen Monat zu früh, und meine Mutter
war in Gefahr, wie ich. Ich sah meine Mutter im Krankenhausbett liegen
und ich fühlte, was sie fühlte. Es war, als ob ich auch in ihr war. Ich
fühlte ihren unermesslichen Schmerz, als sie hörte, dass ich nicht viele
Überlebenschancen hätte. Ich fühlte ihre enorme Liebe für mich und ich
hörte ihr Gebet an die Mutter von Guadalupe, in dem sie darum bat, dass
sie sich um mein Leben kümmern solle. Sie betete nicht für ihr Leben,
sie betete nur für mich!
Die Liebe, die sie für mich hatte zu fühlen, hatte
einen mächtigen Effekt. Es rauschte in mein ganzes Sein und erschütterte
das gesamte Fundament meiner alten Persönlichkeit. In diesem Moment
wurde mir klar, dass ich all diese Jahre geglaubt hatte, dass meine
Mutter mich insgeheim verurteilt, weil ich sie fast umgebracht hätte.
Ich dachte, dass sie mich nicht liebt und dass sie mir die ganze Zeit
nur zeigen würde, wie schlecht ich bin!
Aber als ich ihre enorme Liebe und ihren Schmerz
fühlte, konnte ich sehen, dass ich mich total geirrt hatte! So viele
Jahre hatte ich einen Glaubensatz auf sie projiziert. Das erlaubte mir
nicht, ihr nahe zu sein! Wir haben eine „freundliche“ Beziehung, aber
nicht eine nahe, liebevolle, ich sah, dass es an mir lag! Nicht an ihr!
Genau in diesem Moment verschwand der Schleier von
Verurteilung aus meinem Leben. Seitdem, wenn ich Bhagavan und Amma
anschaue, kann ich ihre sanften liebenden Augen sehen, die mich
liebkosen, mich akzeptieren.
Oh! Wie bin ich euch dankbar, geliebte Amma und
Bhagavan! Es gibt keine Worte, meine Dankbarkeit für euch auszudrücken...
Danach lief der Prozess sehr schön für mich, der
Mind war ganz entspannt, die Meditation wurde tiefer und Friede schwebte
in der Luft...
Irgendwann später, da sollten wir das Göttliche
Bewusstsein bitten, zu uns herabzusteigen und uns mit seiner
Göttlichen Gnade zu erfüllen. Für dieses Ereignis brachten
sie die Padukas, oder Bhagavans Sandalen, welche die Gegenwart der
Göttlichen Bewusstheit repräsentieren, in die Halle.
Es gab fünf Paare davon; der Raum war erfüllt mit
großartiger, brillianter Energie. Einfach nur die Augen zu schliessen
war genug, um in Frieden und Stille einzutreten.
So saß ich da bis jemand meine Schulter berührte,
und mir Bescheid sagte, dass ich dran war, nach vorne zu gehen und den
Padukas meinen Respekt und meine Verehrung zu erweisen. Als ich aufstand,
übernahm mein Mind, und ich begann, aufgeregt zu sein. Ich war schon so
high, wie viel höher könnte ich gehen? Was wird passieren, wenn ich die
Padukas berühre? Ich konnte die Aufregung des Mind nicht stoppen!
Als ich dran war, verbeugte ich mich und berührte
mit meinen Händen die Padukas. Und wartete und wartete, und absolut
nichts passierte. Ich war vollständig darauf konzentriert, etwas zu
fühlen, aber keine Chance, nichts passierte. Wieder fühlte ich, wie
jemand mich berührte um mich wissen zu lassen, dass es Zeit sei,
aufzustehen und weiterzugehen. Also sagte ich zu mir selbst, das war`s
Rabiya, nichts ist passiert, so viel Erwartung für nichts!
Ich begann meine Hand von den Padukas
zurückzuziehen und in dem Moment, als all meine Erwartungen erschüttert
waren und ich leer war, genau in der Sekunde, fühlte ich eine riesige
Menge Energie auf mich niedergehen. Es war so stark, dass es mich
lähmte! Der Mind versuchte zu verstehen, was passierte, für einen
Sekundenbruchteil, aber dann übernahm das Erlebnis.
Ich fühlte, wie jemand kam, um mir beim Aufstehen
zu helfen, aber sie konnte es nicht. Sie versuchte, mich zu umarmen und
mich zu bewegen. Keine Chance! Eine andere Dasaji kam, um ihr zu helfen
und noch nicht einmal die beiden konnten mich bewegen! Ich bin eine
kleine Person, 1,58 m und 52 kg, aber diese zwei Frauen konnten mich
nicht bewegen!
Ich fühlte mich, als ob ich über hundert Kilo
wiegen würde. Als ich wahrnahm, dass ich den Weg blockierte für die
anderen, die die Padukas berühren wollten, fragte ich Bhagavan um Hilfe,
damit ich mich bewegen könne. Ich fühlte meine Beine, wie sie begannen,
sich ein wenig zu bewegen und den beiden Dasajis gelang es, mich auf die
Seite zu ziehen.
Der Körper war nicht mehr mein Körper; ich war
tatsächlich gar nicht mehr da. Ich „löste mich auf“ im Universum. Es ist
nicht einfach zu erklären. Es war schwer, die Großartigkeit, die ich
lebte, zu erfassen. Ich schwebte auf dem kosmischen Ozean des Lebens.
Ich war die Sterne und der Raum dazwischen. Ich fühlte weder den Körper
noch die Gefühle, ich war weit weg, verschmolzen mit Allem, was
ist...
Eine Weile später hatten wir die Gelegenheit,
herauszufinden, wessen Göttliche Bewusstheit auf uns herabgestiegen war.
Wir hatten vorher bereits gefragt, welche wir einladen sollten, oder
Bhagavan und Amma gebeten, für uns auszusuchen, welche ihnen für uns
passend erschienen.
Ich fragte, welche Göttliche Bewusstheit auf mich
herabgestiegen war. Aber wie immer bekam ich keine direkte Antwort. Also
beschloss ich, lieber die anzurufen, die ich „bestellt“ hatte. Genau in
dem Moment fühlte ich eine sehr sanfte, liebevolle expandierende Energie
auf mich zu kommen. Ich sah das Herz von Christus, wieder überrascht, da
ich nicht nach ihm gefragt hatte, aber er war trotzdem da und ich hieß
ihn willkommen und fühlte ihn.
Danach fragte ich, ob Laxmi, die indische Göttin
der Fülle, da sei. Ich fühlte eine kraftvolle Energie in mich eindringen,
sehr klar und stark. Ich fühlte sie sogar, wie sie tanzte und ihre Arme
auf eins so anmutige Weise bewegte, wie es nur indische Frauen tun
können! Ich fühlte auch Saraswati und die grüne Tara und einige andere,
aber ich weiß noch nicht, wer sie sind.
Es mag sich für den westlichen Mind etwas
merkwürdig anhören, wenn ich davon spreche, wie „die Göttliche
Bewusstheit zu uns herabstieg“. Ich kann es nicht logisch erklären,
ich weiß nur, dass ich es gefühlt habe. Ich erkannte, dass die
Manifestation des Göttlichen in allen Formen ist.
Am Ende spielt es keine Rolle, welchen Namen wir
ihm geben, die unleugbare Tatsache ist, dass göttliche Gnade
oder Intelligentes Kosmisches Bewusstsein auf uns, auf
mich, herabgestiegen ist, ich habe es gefühlt, und sogar jetzt, in
Deutschland, fühle ich es immer noch! Es ist, als ob das Ich sich
aufgelöst hat und nur noch Stille, Liebe, Freude, Dankbarkeit übrig
geblieben ist... Einheit breitet sich aus...
Es gibt keine Möglichkeit wie ich wirklich meine
Dankbarkeit für Bhagavan und Amma ausdrücken kann. Ich bin ihnen ewig
dankbar und auch allen Dasajis, die so geduldig und liebevoll unseren
Weg durch den ganzen Oneness-Prozess geleitet haben. In tiefer Liebe,
Dankbarkeit und Respekt verbeuge ich mich vor ihnen.
Der Schatz , unter der Liebe und Sorge von
Bhagavan und Amma zu sein, ist ein Segen, der jedem zur Verfügung steht,
der offen dafür ist, ihn zu empfangen. Sie sind wie zwei wohlriechende
Blumen, die ihren Duft verbreiten. Wenn du nahe kommst, wirst du es
riechen und die Transformation wird passieren... dich für alle Ewigkeit
befreien.
Ich wünsche, dass meine Geschichte dem Mind
einiger Leute helfen mag, besonders den skeptischen, zu sehen, dass
sogar, wenn du eine dieser harten Nüsse bist, du hier Befreiung finden
kannst. Alles was du brauchst, ist das ernsthafte Verlangen nach
Transformation und Erleuchtung!
Ich gebe der Oneness Foundation die Erlaubnis,
diese Geschichte zu drucken, und erlaube auch, meine E-Mail Adresse am
Ende dieses Textes zuzufügen, falls einige Leute noch Fragen an mich
haben.
Rabiya Saito-Gobbers
Rabiyassaito@gmx.net
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