Meine Erfahrungen im Oneness Prozess im März 2005

 

Am Ende vom meinem Oneness Prozess in Golden City / Indien, haben mich meine "Dasaji-Mönche" gebeten, meine persönlichen Erfahrungen während des Retreat aufzuschreiben. Dieser soll, zusammen mit Erfahrungsberichten von anderen Teilnehmern, später in einem Buch veröffendlicht werden.

Hier teile ich mit Euch meine Erfahrungen:

 

Mein Name ist Rabiya Saito-Gobbers; Ich bin peruanisch-japanisch mit deutscher Nationalität. Zurzeit lebe ich in Deutschland zusammen mit meinem Mann, Dr. Rolf Gobbers. Wir leben im Süden, nahe den Alpen, die Gegend wird Bayern genannt. Es gibt viele Wälder, Berge und Seen. Mutter Natur ist großzügig und wir sind dafür dankbar.

 

Ich bin Soziologin und ich arbeite als spirituelle Beraterin in Europa und Südamerika, indem ich Einzelsitzungen gebe und Gruppen leite.

 

Als ich achtzehn Jahre alt war, begann ich meine spirituelle Suche. Sieben Jahre lang war ich bei einer Yogagruppe in Lima, Peru und dann traf ich Osho in Poona, Indien. Durch ihn konnte ich viele Aspekte der menschlichen Natur verstehen lernen. Ich lernte verschiedene alternative Therapien wie Ericksonsche Hypnose, Chakra- und Energielesen, Massage, Cranio-Sakral-Therapie, Kinesiologie und verschiedene Arten der Meditation.

 

Ungefähr zwanzig Jahre lang war ich sehr beschäftigt mit Osho`s Gruppe, aber in den letzten Jahren fühlte ich, dass es nicht mehr passt. Das hat nichts mit Osho zu tun, sondern mit der Organisation, die übernahm, als Osho seinen Körper verlassen hatte.

 

Trotzdem setzte ich meine Suche nach meinem Wahren Selbst fort: Manchmal hörte ich von dem, was sie im Westen „Erwachte“ nennen, Westler, die Satsang geben. Aber ich fühlte mich nie von einem von ihnen angezogen.

 

Einmal erzählte mir eine Freundin von einer deutschen Frau, die in Indien lebte, die einen sehr interessanten Prozess anbot, um sich selbst zu erkennen. Ich ging zu ihr und durch ihre Satsangs konnte ich mein Wahres Selbst erkennen.

 

Danach hatte ich das Gefühl, das ich gefunden hatte, was ich suchte; meine Suche war vorbei. Ich teilte mit Leuten, was mit mir passiert war. Und je mehr ich teilte, umso mehr fühlte ich die Notwendigkeit, es zu leben. Es ist nicht genug, darüber zu sprechen. Die Menschen müssen es schmecken, es erfahren, es in ihren Knochen fühlen!

 

Ich entwickelte einige Selbsterfahrungstechniken, aber schien mir, dass noch etwas gebraucht wurde. Ich fühlte mich ein wenig frustriert mit der Tatsache, dass ich den Leuten nicht wirklich helfen konnte.

 

Meine Mission in diesem Leben ist es, Menschen zu helfen, ihren Weg nach Hause zu gehen, zurück zu ihrer Quelle. Sie zu befreien von dieser illusionären Welt, frei vom Mind, frei von Leiden... aber ich wusste nicht, was ich noch tun könnte.

 

Im November 2004. erzählte mir eine Freundin, dass plötzlich die Seite von Bhagavan und Amma auftauchte als sie im Internet nach medizinischen Kräutern suchte. Ihr Interesse war geweckt, und da sie wusste, dass ich in Indien gewesen war, fragte sie mich, ob ich schon mal etwas von ihnen gehört hätte.

 

Sie gab mir die Webseite und ich schaute sie mir an, und vom ersten Moment an fühlte ich einen enormen Respekt und Bewunderung für das, was ich da las.

Es war schwer zu glauben, dass jemand dich einfach so erleuchtet machen kann, als ob er dir einen neuen Haarschnitt verpasst!

 

Speziell für das westliche, „spirituelle Ego“ ist diese Tatsache schwer zu begreifen. Wir wollen etwas sehr schwieriges erreichen, das macht uns sehr speziell, „niemand kann das, nur ich hab’s geschafft“ oder, “Ich bin auf dem Weg dahin.“ Nichts kann von der Wahrheit weiter weg sein! Sogar Buddha wurde erst erleuchtet, als er die Suche aufgab.

 

 Und nicht nur das, sie würden dich unterrichten und dir die Kraft geben, Diksha zu geben, oder Transfer von Göttlicher Gnade. So dass du Leuten ein direktes Erlebnis geben kannst! So wie die Flamme einer Kerze eine andere Kerze anzünden kann. Der Einheitszustand kann nun mit Hilfe der spirituellen Kraft übertragen werden. Sie versichern, dass unser Nervensystem und unser Gehirn geschaffen wurden, um stets grenzenlose Liebe und Freude zu erfahren (den Einheitszustand).

 

Als ich das gelesen hatte, fühlte ich mehr und mehr den starken Drang, nach Chennai zu reisen, zur Golden City und an ihrem 21 - Tage  Oneness Prozess teilzunehmen!

 

Und das, ohne irgendjemand zu kennen, der das auch tat, oder mit hätte Referenzen geben können. Weißt du, es gibt unglücklicherweise so viele Scharlatane auf der Welt. Ich fühlte in meinem Herzen, dass diese Leute vollständig pur und unschuldig sind. Und obwohl ich nicht die geringste Information von irgendeinem Außenstehenden hatte, beschloss ich, zu fahren, und diese Erfahrung zu machen. Dies war, wonach ich gesucht hatte!

 

Ich war dem Leben sehr dankbar; das ist der Name, den ich dem Göttlichen Bewusstsein gebe, oder Gott, oder welche Namen auch immer du ihm geben willst, um diese Information auf meine Weise zu sagen.

 

Mein Prozess begann, sobald ich auf dem Flughafen von Chennai ankam. Mein Gepäck kam nicht an, und sie sagten, ich müsse ein - zwei Tage darauf warten, (ich fürchte, indische Zeit). Ich hatte nur die Kleidung, die ich trug, und keine einzige Zahnbürste oder Seife dabei! Ich konnte sehen, wie diese Neuigkeit einen Aufruhr in mir erzeugte, und mir zeigte, dass ich nicht so friedfertig bin, wie ich dachte. Willkommen, Rabiya, das war die Botschaft, die ich bekam.

 

Es waren 103 Teilnehmer von verschiedenen Teilen des Planeten da, eine sehr nette Gruppe, sehr lebendig, eine „New Age“ Gruppe, wie Bhagavan uns nannte.

 

An den ersten Tagen sollten wir mit uns selbst arbeiten, annehmen, was ist. Wir müssen da beginnen, wo wir sind, und das bedeutet, herauszufinden, was in uns los ist.  Sie sagten, wenn du irgendwohin gehen willst, musst du erst wissen, wo du stehst. Und nur dann, wenn du weißt, wo du bist, bist du ein der Lage, dein Ziel zu erreichen.

 

Zum Beispiel, wenn du nach Chennai, Golden City gehen willst, musst du wissen, wo du bist, um ein Ticket von deiner Stadt nach Chennai kaufen zu können. Wenn du nicht weißt, wo du bist, kannst du nie dort ankommen! Mit anderen Worten, wenn du erleuchtet werden willst, musst du erst erkennen, wo du stehst, ehrlich sein mit dir  selbst. Sie nennen diesen Teil des Prozesses „Self Realization“.

 

Ich schaute mich an, und fühlte, da gibt es nichts zu sehen. Ich war entspannt und ich hatte schon so viele Jahre mit verschiedenen Arten von Therapie an mir gearbeitet, da ist wirklich nichts mehr übrig, anzuschauen.

 

Wir sollten innerlich Amma und Bhagavan nach Hilfe fragen um unsere schlechten Erfahrungen, oder Traumata oder Ängste herauszufinden. Ich dachte, da ist nichts Verstecktes in mir. Ich fühlte, hörte oder sah nichts. Aber nach einigen Momenten hörte ich plötzlich eine weit entferne Stimme sagen: „wir werden es dir in einem Traum zeigen“.

 

Und tatsächlich hatte ich in dieser Nacht einen Traum. Ich träumte, ich war auf einer Art Party mit meinem Mann und er erzählte mir, dass er ein wunderschönes Mädchen gefunden hatte und zu ihr gehen wolle. Ich sah sie an, und sie war diejenige, in die sich mein Exfreund, aus meinen jüngeren Zeiten, verliebt hatte, weshalb unsere Beziehung zu Ende gegangen war! Ich war in völligem Schock und Schmerz! Als ich aufwachte, war ich ganz zittrig. Sehr alte Gefühle von Unsicherheit, Ablehnung, Wertlosigkeit kamen hoch, Gefühle, die ich vergessen hatte, aber die offensichtlich immer noch da waren.

 

Ich dankte Amma und Bhagavan für ihre Art, mir das zu zeigen. Sie wussten genau, dass ich einen sehr skeptischen, analytischen Mind habe. Und gaben mir die Information in einem Traum, wo ich keine Kontrolle habe und keine andere Möglichkeit bleibt, als zu akzeptieren und der Arbeit die sie mit mir tun, zu glauben.

 

Ich verbrachte die nächsten drei Tage völlig beschäftigt mit meinen alten Gefühlen und indem ich all die alten Muster von Unsicherheit und Angst vor Zurückweisung beobachtete und heilte. Am fünften Tag unseres Prozesses hatten wir unser erstes Homa- oder Feuer-Ritual. Wir sollten die Hilfe von Ganesh anrufen (ein traditioneller indischer Gott, Beseitiger von Hindernissen, Barrieren und Schwierigkeiten), um unsere Hindernisse zu beseitigen und uns darauf vorzubereiten, unseren Prozess auf eine gute Weise fortsetzen zu können.

 

Es war ein sehr kraftvolles, wunderschönes Ritual. An einer Stelle sagte der Dasaji, wir könnten nun unsere spirituellen Führer einladen zu kommen, und uns zu begleiten und sie nach Unterstützung in unserem Prozess bitten.

 

Da ich keine Personifizierung von Gott oder einen spirituellen Führer habe, fragte ich mich, was wohl passieren würde, wenn ich meine Führer bitte zu kommen. Plötzlich sah ich die Mutter von Christus herabsegeln in der Form der Jungfrau von Guadalupe. Ich war so überrascht! Ich murmelte etwas wie „was tust du denn hier? Und sie sagte, „du hast mich gerufen, und ich bin deine Führung seit dem ersten Moment deiner Geburt. Deine Mutter betete zu mir und bat mich, nach dir zu schauen. Sie betet immer noch für dich, und das Gebet einer Mutter ist heilig“.

 

Tränen rollten an meinen Wangen herunter; Ich entschuldige mich, dass ich so viele Jahre ihre Sorge um mich nicht gewürdigt hatte. Ich fühlte mich ihr so nah!

 

Ich muss zugeben, als ich meine spirituelle Suche begann, verleugnete ich alle Heiligen und Jungfrauen. Ich fühlte, sie waren nur die Kreation einiger Prediger aber nicht wirklicher Mystiker. Langsam begann ich zu akzeptieren, dass das göttliche sich in jeder Form und in jedem Körper manifestiert, egal zu welcher Religion sie gehören.

 

Die Jungfrau von Guadalupe ist eine dieser göttlichen Manifestationen, wie es auch Jesus, Buddha oder Bhagavan und Amma sind.

 

Einige Tage später erfuhren wir, dass wir eine sogenannte Phala Diksha bekommen würden. Dies ist eine spezielle Diksha, in der du Amma und Bhagavan bitten kannst, dir deine Wünsche zu erfüllen. Er sagte uns: „seid nicht schüchtern, fragt nach dem, was immer ihr haben wollt, auch materielle Dinge, ich mag Herausforderungen!“

 

Wie alle in der Gruppe machte auch ich meine Liste. Wir bekamen den Nachmittag frei, damit wir Zeit haben, um unsere Liste zu schreiben. Am späten Nachmittag sagten sie uns, dass es eine Änderung gibt, und Phala Diksha erst in zwei Tagen stattfinden würde.

 

In diesen zwei Tagen begann mein Mind auszuflippen. Was, wenn sie nicht kommen, um sich meine Liste anzuhören? Ich sprach mit meiner Dasaji und sie sagte, mach dir keine Sorgen, sie werden kommen! Aber ich hatte immer noch Angst, dass sie nicht zu mir kommen würden. Sie sagte, für alle Fälle kannst du noch mal mit deinen Eltern sprechen, sie um Vergebung bitten und auch ihnen vergeben. Dann wird es kein Problem sein, sie werden auf jeden Fall kommen! Sie war genau so sicher, wie ich skeptisch war.

 

Dann kam der letzte Abend, und ich rief als erstes meine Eltern an, und tat, was die Dasaji mir gesagt hatte, für alle Fälle. Als wir die Anweisung erhielten, jetzt Amma und Bhagavan anzurufen und sie zu uns zu bitten, damit sie unsere Wünsche anhören, fragte und betete ich und nichts passierte. Langsam begann ich etwas zu sehen, dass aussah als wären sie weit weg, aber ich war nicht sicher, es hätte auch meine Einbildung sein können.

 

Also, als er sagte: “ wenn du dir nicht sicher bist, ob alles deine Einbildung ist, dann frage nach einem Beweis“, da sagte ich:“ Bhagavan, wenn du wirklich da bist, hebe bitte eine meiner Hände. Ich saß da, mit den Händen auf meinen Knien, wartete und wartete, und nichts passierte.

 

Ich wusste nicht, was ich tun sollte; ich wusste nicht, wieviel Zeit wir haben würden, um unsere Liste zu verlesen. Was, wenn die Zeit schon vorbei wäre? Also sagte ich zu mir selbst, ok, dann lese jetzt einfach diese Liste vor, du hast nichts zu verlieren! Also begann ich, meine Wünsche aufzuzählen und es sah aus, als ob Bhagavan seinen Kopf bewegt als ein Signal des Einverständnisses, einmal sage er: „ das müssen wir erst auschecken“.

 

Danach legte ich mich hin und entspannte mich. Plötzlich ging mein linker Arm hoch! Ich begriff nicht richtig, was wirklich passierte, deshalb blieb ich ganz ruhig, und dann ging mein anderer Arm hoch! Mit mehr Kraft, und dann erinnerte ich mich, wonach ich Bhagavan gefragt hatte. Sofort „arrangierte“ ich mich und dankte ihm und fragte, ob ich meine Liste noch mal vorlesen solle. Er winkte mit seiner Hand zum Zeichen, dass es nicht nötig sei.

 

Ich war völlig von den Socken, er hatte mir tatsächlich geantwortet!

Wahrscheinlich hatte ich es vorher nicht fühlen können, weil ich so angespannt gewesen war, und als ich entspannte, passierte es, noch einmal bewiesen sie mir ihre Kraft und Sorge für mich! Ich war so dankbar!

 

Als ich Bhagavan und Amma`s Foto zum ersten Mal sah, in der Meditationshalle, wunderte ich mich, wieso sie so unwirsch guckten. Sie schauten wirklich auf mich herab, mit Verurteilung in ihren Augen. Ich dachte sogar, was für ein schlechter Fotograf das gewesen sein musste, der so ein Foto aufnahm! Jedenfalls später erkannte ich, dass das meine Projektionen waren. Nach der Phala Diksha dachte ich, jetzt wird es besser, aber sie schauten mich immer noch mit diesem harten Blick an.

 

Ich fühlte die Notwendigkeit, herauszufinden, von wo diese Verurteilung kommt. Wie kommt es, dass ich mich so fühle? Ich ging in die Meditationshalle und begann noch einmal, durch mein ganzes Leben zu gehen. Meinen Eltern alles zu sagen, was mir einfiel, nur um es zu bereinigen. Aber ich konnte es nicht finden.

 

In völliger Verzweiflung bat ich Bhagavan und Amma mir zu helfen, die Wurzel meines Problems zu finden. Plötzlich sah ich den Moment meiner Geburt. Ich kam einen Monat zu früh, und meine Mutter war in Gefahr, wie ich. Ich sah meine Mutter im Krankenhausbett liegen und ich fühlte, was sie fühlte. Es war, als ob ich auch in ihr war. Ich fühlte ihren unermesslichen Schmerz, als sie hörte, dass ich nicht viele Überlebenschancen hätte. Ich fühlte ihre enorme Liebe für mich und ich hörte ihr Gebet an die Mutter von Guadalupe, in dem sie darum bat, dass sie sich um mein Leben kümmern solle. Sie betete nicht für ihr Leben, sie betete nur für mich!

 

Die Liebe, die sie für mich hatte zu fühlen, hatte einen mächtigen Effekt. Es rauschte in mein ganzes Sein und erschütterte das gesamte Fundament meiner alten Persönlichkeit. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich all diese Jahre geglaubt hatte, dass meine Mutter mich insgeheim verurteilt, weil ich sie fast umgebracht hätte. Ich dachte, dass sie mich nicht liebt und dass sie mir die ganze Zeit nur zeigen würde, wie schlecht ich bin!

 

Aber als ich ihre enorme Liebe und ihren Schmerz fühlte, konnte ich sehen, dass ich mich total geirrt hatte! So viele Jahre hatte ich einen Glaubensatz auf sie projiziert. Das erlaubte mir nicht, ihr nahe zu sein! Wir haben eine „freundliche“ Beziehung, aber nicht eine nahe, liebevolle, ich sah, dass es an mir lag! Nicht an ihr!

 

Genau in diesem Moment verschwand der Schleier von Verurteilung aus meinem Leben. Seitdem, wenn ich Bhagavan und Amma anschaue, kann ich ihre sanften liebenden Augen sehen, die mich liebkosen, mich akzeptieren.

 

Oh! Wie bin ich euch dankbar, geliebte Amma und Bhagavan! Es gibt keine Worte, meine Dankbarkeit für euch auszudrücken...

 

Danach lief der Prozess sehr schön für mich, der Mind war ganz entspannt, die Meditation wurde tiefer und Friede schwebte in der Luft...

 

Irgendwann später, da sollten wir das Göttliche Bewusstsein bitten, zu uns herabzusteigen und uns mit seiner Göttlichen Gnade zu erfüllen. Für dieses Ereignis brachten sie die Padukas, oder Bhagavans Sandalen, welche die Gegenwart der Göttlichen Bewusstheit repräsentieren, in die Halle.

 

Es gab fünf Paare davon; der Raum war erfüllt mit großartiger, brillianter Energie. Einfach nur die Augen zu schliessen war genug, um in Frieden und Stille einzutreten.

 

So saß ich da bis jemand meine Schulter berührte, und mir Bescheid sagte, dass ich dran war, nach vorne zu gehen und den Padukas meinen Respekt und meine Verehrung zu erweisen. Als ich aufstand, übernahm mein Mind, und ich begann, aufgeregt zu sein. Ich war schon so high, wie viel höher könnte ich gehen? Was wird passieren, wenn ich die Padukas berühre? Ich konnte die Aufregung des Mind nicht stoppen!

 

Als ich dran war, verbeugte ich mich und berührte mit meinen Händen die Padukas. Und wartete und wartete, und absolut nichts passierte. Ich war vollständig darauf konzentriert, etwas zu fühlen, aber keine Chance, nichts passierte. Wieder fühlte ich, wie jemand mich berührte um mich wissen zu lassen, dass es Zeit sei, aufzustehen und weiterzugehen. Also sagte ich zu mir selbst, das war`s Rabiya, nichts ist passiert, so viel Erwartung für nichts!

 

Ich begann meine Hand von den Padukas zurückzuziehen und in dem Moment, als all meine Erwartungen erschüttert waren und ich leer war, genau in der Sekunde, fühlte ich eine riesige Menge Energie auf mich niedergehen. Es war so stark, dass es mich lähmte! Der Mind versuchte zu verstehen, was passierte, für einen Sekundenbruchteil, aber dann übernahm das Erlebnis.

 

Ich fühlte, wie jemand kam, um mir beim Aufstehen zu helfen, aber sie konnte es nicht. Sie versuchte, mich zu umarmen und mich zu bewegen. Keine Chance! Eine andere Dasaji kam, um ihr zu helfen und noch nicht einmal die beiden konnten mich bewegen! Ich bin eine kleine Person, 1,58 m und 52 kg, aber diese zwei Frauen konnten mich nicht bewegen!

 

Ich fühlte mich, als ob ich über hundert Kilo wiegen würde. Als ich wahrnahm, dass ich den Weg blockierte für die anderen, die die Padukas berühren wollten, fragte ich Bhagavan um Hilfe, damit ich mich bewegen könne. Ich fühlte meine Beine, wie sie begannen, sich ein wenig zu bewegen und den beiden Dasajis gelang es, mich auf die Seite zu ziehen.

 

Der Körper war nicht mehr mein Körper; ich war tatsächlich gar nicht mehr da. Ich „löste mich auf“ im Universum. Es ist nicht einfach zu erklären. Es war schwer, die Großartigkeit, die ich lebte, zu erfassen. Ich schwebte auf dem kosmischen Ozean des Lebens. Ich war die Sterne und der Raum dazwischen. Ich fühlte weder den Körper noch die Gefühle, ich war weit weg, verschmolzen mit Allem, was ist...

 

Eine Weile später hatten wir die Gelegenheit, herauszufinden, wessen Göttliche Bewusstheit auf uns herabgestiegen war. Wir hatten vorher bereits gefragt, welche wir einladen sollten, oder Bhagavan und Amma gebeten, für uns auszusuchen, welche ihnen für uns passend erschienen.

 

Ich fragte, welche Göttliche Bewusstheit auf mich herabgestiegen war. Aber wie immer bekam ich keine direkte Antwort. Also beschloss ich, lieber die anzurufen, die ich „bestellt“ hatte. Genau in dem Moment fühlte ich eine sehr sanfte, liebevolle expandierende Energie auf mich zu kommen. Ich sah das Herz von Christus, wieder überrascht, da ich nicht nach ihm gefragt hatte, aber er war trotzdem da und ich hieß ihn willkommen und fühlte ihn.

 

Danach fragte ich, ob Laxmi, die indische Göttin der Fülle, da sei. Ich fühlte eine kraftvolle Energie in mich eindringen, sehr klar und stark. Ich fühlte sie sogar, wie sie tanzte und ihre Arme auf eins so anmutige Weise bewegte, wie es nur indische Frauen tun können! Ich fühlte auch Saraswati und die grüne Tara und einige andere, aber ich weiß noch nicht, wer sie sind.

 

Es mag sich für den westlichen Mind etwas merkwürdig anhören, wenn ich davon spreche, wie „die Göttliche Bewusstheit zu uns herabstieg“. Ich kann es nicht logisch erklären, ich weiß nur, dass ich es gefühlt habe. Ich erkannte, dass die Manifestation des Göttlichen in allen Formen ist.

 

Am Ende spielt es keine Rolle, welchen Namen wir ihm geben, die unleugbare Tatsache ist, dass göttliche Gnade oder Intelligentes Kosmisches Bewusstsein auf uns, auf mich, herabgestiegen ist, ich habe es gefühlt, und sogar jetzt, in Deutschland, fühle ich es immer noch! Es ist, als ob das Ich sich aufgelöst hat und nur noch Stille, Liebe, Freude, Dankbarkeit übrig geblieben ist... Einheit breitet sich aus...

 

Es gibt keine Möglichkeit wie ich wirklich meine Dankbarkeit für Bhagavan und Amma ausdrücken kann. Ich bin ihnen ewig dankbar und auch allen Dasajis, die so geduldig und liebevoll unseren Weg durch den ganzen Oneness-Prozess geleitet haben. In tiefer Liebe, Dankbarkeit und Respekt verbeuge ich mich vor ihnen.

 

Der Schatz , unter der Liebe und Sorge von Bhagavan und Amma zu sein, ist ein Segen, der jedem zur Verfügung steht, der offen dafür ist, ihn zu empfangen. Sie sind wie zwei wohlriechende Blumen, die ihren Duft verbreiten. Wenn du nahe kommst, wirst du es riechen und die Transformation wird passieren... dich für alle Ewigkeit befreien.

 

Ich wünsche, dass meine Geschichte dem Mind einiger Leute helfen mag, besonders den skeptischen, zu sehen, dass sogar, wenn du eine dieser harten Nüsse bist, du hier Befreiung finden kannst. Alles was du brauchst, ist das ernsthafte Verlangen nach Transformation und Erleuchtung!

 

Ich gebe der Oneness Foundation die Erlaubnis, diese Geschichte zu drucken, und erlaube auch, meine E-Mail Adresse am Ende dieses Textes zuzufügen, falls einige Leute noch Fragen an mich haben.

Rabiya Saito-Gobbers

Rabiyassaito@gmx.net

 

Zurück nach

 

Aktivitäten       Diksha